Technische Sportarten im Dienste der Wehrerziehung der Jugend in der kommunistischen Tschechoslowakei (1951–1980)
Pavlína Vostatková  1, *@  , Marek Waic  1, *@  
1 : Charles University, Faculty of Physical Education and Sport
* : Auteur correspondant

Im Jahr 1951 wurde in der kommunistischen Tschechoslowakei ein Verband für die Zusammenarbeit mit der Armee gegründet. Diese Organisation hatte vor allem die Aufgabe, die Jugend im Sinne der Wehrerziehung zu schulen. Dies geschah durch attraktive technische Sportarten wie Modellbau, Motorsport, Flugsport, Fallschirmspringen und andere. Der Grad der Ideologisierung der Aktivitäten variierte zwischen den einzelnen Vereinen des Verbandes sowie je nach Aktivität. Der beliebte Modellbau, der sich an Kinder bis hin zu Erwachsenen richtete, war nur in geringem Maße von der ideologischen Erziehung beeinflusst. In einigen Sportdisziplinen, die der Verband organisierte, z. B. Fallschirmspringen, konnten sich die tschechoslowakischen Vertreter auch auf internationaler Ebene durchsetzen. In den 1970er Jahren gewannen die Sportler des Verbandes wiederholt bei den internationalen Sechs-Tage-Motorradrennen. Diese sportlichen Erfolge wurden von der tschechoslowakischen Propaganda als Beweis für die fortschrittliche Technik des sozialistischen Landes und die Unterstützung präsentiert, die der Sport in der Tschechoslowakei genießt. Der Geschichte des Tschechoslowakischen Verbandes für die Zusammenarbeit mit der Armee haben Sporthistoriker bisher keine systematische Aufmerksamkeit gewidmet. Es gibt einige Zeitschriftenartikel, auf die wir zurückgreifen. Am meisten greifen wir jedoch auf die zeitgenössische Presse zurück. 


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